ex.alp: Stille

Das war heute das einheitliche Credo auf meine Frage, was denn unabdingbar wäre für die Lebensqualität in einer neuen Stadt wie aspern Seestadt. Am Gespräch beteiligt war eine Runde von jungen innovativen Geistern, die ich auf der von ihnen ins Leben gerufenen Ideenalm – hoch über den Dächern von Alpbach – besuchte.

Auf meiner abendlichen Radltour zum Bergbauernhof ist es genau das, woran ich denke und Kraft schöpfe nach einem Tag intensiver Debatten und interessanter Gespräche beim Forum Alpbach. Es ist die Stille und der Blick in den weiten Abendhimmel, die einen Raum eröffnen, in dem sich das Erfahrene zu setzen vermag und Ruhe eintritt.

Wie kann Stille, Innehalten in einer Stadt – abseits vom Bergbauerhof – Wirklichkeit werden, wie kann der Besinnung auf sich selbst ein Möglichkeitsraum geschaffen werden? Wie kann Rückzug von der Gemeinschaft nicht als Ausweichen, sondern als Kraftschöpfen verstanden werden und vor allem wo kann dieses Lebensgefühl, das viele Menschen brauchen, abseits von Dörfern in einer städtisch verdichteten Umwelt erfahrbar werden?

What Others Are Saying

  1. Roman Aug 27, 2011 at 10:32

    Stille ist für viele Menschen auch bedrohlich – bedeutet sie für die eine oder andere Person auch Isolation und alleine sein.
    Das ganze Leben! Kindergeschrei ist für mich oftmals Stille (nicht im akustischen Sinn) in der ich mich entspannen und freuen kann, während “stille Bilder” leidender Menschen und zerstörter Natur für mich laut aufschreien.
    Stille die Kraft gibt ist etwas sehr Intimes und individuell stark unterschiedlich in der Wahrnehmung.