„Wir brauchen keine Altenheime am Waldrand denn mit dem Rollator kann man nicht über Wurzeln gehen. Viel eher sollten sie mitten in der Stadt liegen“, meint Helmut Brand, Professor of European Public Health in Maastricht. Damit spricht auch er von einer Integration von Jung und Alt, einem Nebeneinander von Schulen und Altenheimen und einer funktionierenden Nahversorgung als Maßnahmen gegen die Verödung der Städte.
In einer neuen Stadt wie aspern Seestadt könne darauf geachtet werden, dass Lebensmittelhändler günstigere Mieten bekommen, um speziell für ältere Menschen preiswerte Hauslieferungen anbieten zu können. Oder Reinigungsdienste sollten statt an externe Firmen vergeben zu werden, anderen BewohnerInnen eine Möglichkeit für Zuerwerb bieten, so Helmut Brand. Eine gute Idee im Sinne der Human Ressource Flows, doch eine Gewerbeberechtigung wird dennoch die Voraussetzung für solche Leistungen sein.
Das sind wirklich tolle Ideen – manche Konzepte werden von der Seestadt bereits jetzt – in der frühen Phase der Entwicklung – schon angedacht bzw. umgesetzt. Ein zentrales Erdgeschoßmanagement wird dafür sorgen, dass es eine fußläufig erreichbare Nahversorgung mit einem bunten Branchenmix geben wird. Auch an dem Konzept eines Lieferservices wird bereits gearbeitet…
In meinem persönlichen Umfeld nehme ich wahr, dass auch alte und mobilitätseingeschränkte Menschen Grünräume suchen – nicht nur bei den momentanen Temperaturen.
Ich spreche mich daher für barierrefreie “Waldränder” aus – für die in der Seestadt jedenfalls gesorgt wird.
Sehr nette funktionierende Beispiele gibts in Baden bei Wien – dort kommen auch noch die relativ großen Höhenunterschiede zum Tragen.